Das große und das kleine Nein
von Gisela Braun, Dorothee Wolters
 

In der Klasse 4a wurde im Rahmen der Sexualerziehung auch das Buch "Das große und das kleine Nein" behandelt. Drei Schülerinnen und Schüler spielten der Klasse dieses Buch vor:

 

Das kleine Nein sitzt auf einer Parkbank und isst Schokolade...
Da kommt eine große, dicke Frau und fragt, ob sie sich dazu setzen kann. Das kleine Nein flüstert leise: "Nein, ich möchte lieber alleine sein". Die große, dicke Frau gört nicht hin und setzt sich auf die Bank.
Da kommt ein Junge angerannt und fragt: "Darf ich deine Schokolade haben?" Das kleine Nein flüstert wieder: "Nein, ich möchte sie gern selbst essen." Aber der Junge hört nicht, nimmt dem kleinen Nein die Schokolade weg und beginnt zu essen.
Da kommt ein Mann vorbei und sagt: "Darf ich dir einen Kuss geben?" Das kleine Nein flüstert zum dritten Mal: "Nein, ich möchte nicht geküsst werden."
Auch der Mann scheint nicht zu verstehen, geht auf das kleine Nein zu und macht schon einen Kussmund.
Nun verliert das kleine Nein endgültig die Geduld. Es steht auf, reckt sich und schreit aus vollem Hals: "NEIN!!!!!!!!!!" Und nochmal: "NEIN, NEIN, NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich will allein auf meiner Bank sitzen, alleine meine Schokolade essen und nicht geküsst werden. LASST MICH SOFORT IN RUHE!!!!!!"

 

   
Die große, dicke Frau, der Junge und der Mann machen große Augen: "Warum hast du das nicht gleich gesagt" und sie gehen ihre Wege

Und wer sitzt jetzt auf der Bank?

Ein großes Nein! Es ist groß, stark und laut und es denkt: "So ist das also. Wenn man immer leise und schüchtern nein sagt, hören die Leute nicht hin. Man muss schon laut und deutlich nein sagen."

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